STARKER RÜCKEN St. Hedwig 2014

Blick auf den Bernhard-Lichtenberg-Platz von der Hedwigskirchgasse

 

Lageplan

 

Citypastoral am Lichtenbergplatz  und  Präsenz am Bebelplatz

 

Grundriss Erdgeschoss

 

Grundriss Kellergeschoss

 

Schnitt B-B

 

Schnitt D-D

 

Kircheninnenraum

 

Aufgabe

50 Jahre nach ihrer Wiedereinweihung sollte die St.-Hedwigskathedrale – die bedeutendste katholische Kirche in Berlin-Mitte – in einem zweistufigen Realisierungswettbewerb zu einer lebendigen, offenen und einladenden Stadtkirche umgestaltet werden. In einem damit verbundenen Ideenwettbewerb soll ihr bauliches Umfeld mit dem kircheneigenen Bernhard-Lichtenberg-Haus neu gestaltet werden.

 

Konzept

Im Zentrum des Entwurfs steht die Schaffung eines lebendigen Kathedralplatzes zwischen Kirche und Bernhard-Lichtenberg-Haus, über den sich die Menschen ungezwungen sowohl kirchlichen als auch weltlichen Angeboten und Räumlichkeiten nähern können. Dabei hat die Offenheit und Flexibilität der neu geschaffenen Räume einen hohen Stellenwert.

Ein wichtiges Element zur Öffnung der Kirche stellt die Umnutzung der Sakristei zur Kapelle dar – ein Ort der Stille im Trubel der Großstadt. Die sowohl von innen als auch außen zugängliche Andachtsstätte birgt für alle Menschen die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, ohne ins Kircheninnere vordringen zu müssen.

 

Der Hauptraum der Kathedrale samt Farb- und Materialkonzept soll nach den Plänen von Hans Schwippert von 1963 weitgehend wiederhergestellt werden. Allerdings wird die Verbindung von Ober- und Unterkirche modifiziert: Die zentrale Treppe, die einen Großteil des Kirchenraums in Anspruch nimmt, soll zugunsten einer Glasöffnung entfernt werden. Dadurch muss die Gemeinde nicht mehr geteilt werden, die Verbindung der Ebenen bleibt aber trotzdem erhalten und das Licht kann ungehindert bis in die nun ruhigere Krypta leuchten. Zur Betonung beider Lichtöffnungen sollen deren Kanten vergoldet werden.

 

Das Bernhard-Lichtenberg-Haus soll weiterhin als Gemeindehaus dienen, sein Angebot aber noch durch Gastronomie, Veranstaltungsflächen und Wohnen erweitert werden. Da der Altbau eine hohe bauliche Qualität aufweist, soll dieser erhalten werden. Der 70er-Jahre-Baukörper hingegen soll durch einen einladenderen Neubau ersetzt werden. Dieser erhält einen massiven Rücken aus demselben hellen Sandstein wie auch die Kirche und der Altbau. Zum Platz hin öffnet sich der Baukörper durch eine Glasfassade. Zwischen Alt- und Neubau vermittelt eine verglaste Fuge, die das gemeinsame Treppenhaus beherbergt.

 

Wettbewerb

St. Hedwig - 2014 - 2. Rundgang