Navigation

Wettbewerb Scheiben Montessori Zentrum 2018

 

 

 

 

Skizze Montessori Zentrum

 

 

Lageplan

 

 

Herleitung Gebäudevolumen

 

 

Grundriss Erdgeschoss

 

 

Grundriss 1.Obergeschoss

 

 

Grundriss 2.Obergeschoss

 

 

Ansicht Süd

 

 

Längsschnitt

 

 

skizze Bewegungszone Hort

 

 

Modell

 

 

 

Aufgabe

Der MONTESSORI Förderkreis Nürnberg e.V. beabsichtigt, das MONTESSORI Zentrum in Nürnberg um eine Sekundarschule und ein Kinderhaus zu erweitern. Das Ziel ist, den vorhandenen Schulcampus mit Neubauten und Freiflächen weiterzuentwickeln, die sich im städtebaulichen Umfeld einfügen und die einen angemessenen Raum für die Umsetzung der Montessori - Pädagogik bieten.

 

Leitidee

Große, gebäudehohe Scheiben als Ultraleichtbeton gliedern das vielfältige, komplexe Raumprogramm des Montessori-Zentrums Nürnberg. Sie geben Orientierung im räumlichen Gefüge des Entwurfs, rhythmisieren den Innenraum, spannen städtebauliche Bezüge auf, tragen Konstruktion und Wärmeversorgung. Ihre versetzte und gekippte Anordnung macht sie zu einem tänzerischen Rückgrat, einer Wirbelsäule, die auch in der Bewegung Halt und Stabilität gibt.

 

Städtebau - Öffentlicher Raum

Bestandsgebäude und Neubau bilden über die Dr.-Carlo-Schmid-Strasse hinweg einen Schul-Campus. Ein einheitlicher, niveaugleicher Bodenbelag in diesem Bereich ohne Kanten bindet die Flächen der Fahrbahn, der Gehsteige und Schulplätze zu einem Campus-Platz zusammen. Er wird durch Pflanz-, Licht- und Sitzelemente gegliedert. Die einheitliche Behandlung der Oberflächen und jeglicher Verzicht auf Signalisierung verfolgt den Gedanken des „shared- space“: auch Verkehrsteilnehmer, die die Strecke als Durchgangsweg benutzen, nehmen den Charakter des Campus-Platz als „städtisches Wohnzimmer“ wahr und passen ihre Fahrweise an.
Sich öffnende Scheiben markieren die beiden Haupteingänge in den Neubau. Sie nehmen direkten Bezug auf den Haupteingang des Bestandsgebäudes. PKW und Fahrradstellplätze sind östlich des Campus Platz in einer überdeckten Fläche angeordnet, deren begrüntes und landschaftlich gestaltetes Dach als Frei- und Spielfläche für die Ganztagsschule genutzt wird.

 

Baukörper

Äußere Gestalt und inneren Struktur des Baukörper wird vom Rückgrat der Scheiben bestimmt. Sie sind aus 50cm starken Ultraleichtbeton gebaut und können so problemlos von innen nach außen geführt werden. Die übrigen Fassaden bilden einen Gegensatz zu diesen starken Betonelementen: Filigrane Glas/Holz-Konstruktionen mit horizontal verschieblichen Sonnenschutzelementen aus Lärchenholz sind die Fassaden der Gruppen- und Lernräume. Sie lassen die Innenräume licht und freundlich wirken und bilden nach außen ein lebendiges, vom Nutzer bestimmtes Spiel der Fassade.
Im Inneren gliedern die Scheiben die Eingangs- und Funktionsbereiche klar und geben durch ihre Anordnung und massive, archaische Gestalt eine gute Orienierung. Gleichzeitig bietet ihre Verkippung ein variantenreiches Spiel an räumlichen Situationen: die Erschließungsflächen zwischen den Lernräumen haben Richtungswechsel, Nischen, kleine Rückzugsräume, Atrien. Sie erhalten natürliches Licht über direkte Oberlichter im Dach oder durch Oberlichtbänder in den Wänden der Nutzräume. Sie bilden von den Kindern in der Bewegung erfahrbare Lernräume und können auch zum Aufenthalt beim binnendifferenzierten Lernen und für die Ganztagsschule genutzt werden. Für die älteren Schüler sind die Klassenräume um „Marktplätze“ herum angeodrdnet, die auf verschiedenste Weise zum gemeinsamen und individuellen Lernen genutzt werden können.
Insgesamt unterstützen die Innenräume mit ihren vielfältigen Raum- und Lichtangeboten den aktiven Lernimpuls der Kinder, sie können zum „dritten Erzieher“ werden.

 

Wettbewerb

MONTESSORI Zentrum Nürnberg - 2018